Die Geschichte unseres Sportheims vorgetragen vom damaligen I. Vorstand Günter Hettrich anlässlich der Einweihung des 1. Sportheimanbaus am 29.11.1985.

Die Geschichte unseres Sportheims vorgetragen vom damaligen I. Vorstand Günter Hettrich anlässlich der Einweihung des 1. Sportheimanbaus am 29.11.1985. Nachdem sich die Pläne, zusammen mit den anderen Vereinen eine Mehrzweckhalle zu errichten, nach dem Unfalltod des damaligen SV-Vorsitzenden Josef Jörg, nicht mehr verwirklichen ließen, wurde am 09. Februar 1975, einem Faschingssonntag, das Grundstück, auf dem das Sportheim heute steht, von Herrn Otto Schneider käuflich erworben. Dies erfolgte federführend durch den 1. Kassierer Walter Dorn und die Vorstandschaft

Der Planfertiger Ewald Leitsch musste also in Rekordzeit neue Pläne fertigen, denn noch bevor diese bei der Bauverwaltung eingingen, wurde bereits am 14.02. das Hanggelände und hangseitige Fundament ausgebaggert. Am nächsten Tag bereits wurde dort, da die Gefahr des Hangabrutschens bestand, betoniert und die mit einem Traktor in Oberbach geholten Betonsteine vermauert. Alleine an diesem Tag wurden von 21 Helfern 118 Stunden erbracht.

Das Baubuch, das vom damaligen Kassierer. Bertl Kollroß, gewissenhaft geführt wurde, weist dann in der Folgezeit tägliche Arbeiten auf (Verputzen der Rückwand, Abwasserverlegung, Betonieren der Fundamente usw.). Warngehalten wurden die Helfer von flüssigen hochprozentigen Spenden der Mitglieder Eugen Hergenröder und Albin Hüfner.

Am 28.02.1975 wurde bereits die Bodenplatte betoniert und am 01.03.1975 im Gemeindewald das Holz für den Dachstuhl geschlagen. Die unentgeltliche Überlassung des Bauholzes und eine Spende von 20.0000,00 DM durch die Gemeinde waren neben 7.000,00 DM Eigenkapital die Grundlage für den Bau des Sportheimes. Ein zinsloses Darlehen des Gesangsvereins über 6.0(x),- DM und eine Hypothek über 30.000,00 DM trugen zur Finanzierung des Bauvorhabens bei, zu denen später noch ein zinsloses Darlehen der Schultheiß Brauerei über 10.000,- DM kamen. Maßgeblichen Anteil sowohl heim Grundstückserwerb, wie auch heim Zustandekommen der Darlehensvereinbarung mit den Gesangsverein hatte unser erst kürzlich verstorbenes Mitglied und damaliger 1. Vorsitzender des Gesangsvereins Willi Schneider.

Am 08. März wurde die Kellerdecke betoniert und Hohlblocksteine vom Bahnhof zur Baustelle gefahren. Zug uni Zug wurden die Außen- und Zwischenmauern hochgezogen, die Lichtschächte gemauert und Rolladenkästen gesetzt, nachdem man die bereits gesetzten Fensterstürze wieder weggerissen hatte.

An 8 Arbeitstagen wurden dann die Nagelbinder für die Dachkonstruktion gefertigt und am 12. April konnten die tropfnassen Helfer das Richtfest mit heißer Fleischwurst und flüssigem Brot feiern. Nach insgesamt 1.773 Stunden unentgeltli­cher Arbeit war das Dach am 19.4. gedeckt.

Bereits am 28.07, wurde die Holzdecke angebracht. Die Isolierung im engen Dachraum wurde fast vollständig von den Ehrenmitgliedern Karl Raab und Stefan Martin eingezogen.

Zum Sängerfest vom 3 1.07. bis 06.08. wurde der Sängerwettstreit im Sportheim durchgeführt.

Ah Mitte September wurden Fliesen verlegt. Nachdem diese Arbeiten mit der Verlegung des Marmorfußbodens am 16. Oktober abgeschlossen waren, konnte bereits am 23. des Monats die Schanktheke aufgestellt werden.

Zwar ohne Kücheneinrichtung, aber umso fröhlicher, wurde bereits im Dezember 1975 die erste Weihnachtsfeier des Vereins im neuen Heim gefeiert.

Im Januar wurde dann in mühevoller Arbeit das Wandgemälde durch Manfred Dorn gefertigt.

An dieser Stelle müssen auch die Örtlichen Handwerksbetriebe Bonifaz Dorn, Manfred Herre und Elmar Schumm genannt werden, die oft Personal und Maschinen unentgeltlich zur Verfügung stellten.

Nach Anbringung des Außenputzes und den Pflasterarbeiten im Außenbereich waren bis zum 08. Juni 1977 5.552 unentgeltliche Arbeitsstunden bis zur Fertigstellung des Sportheimes geleistet worden.

Das neue Vereinsheim wurde am 28. März 1976 von Kuratus Aschenbrenner gesegnet und mit einen Tag der offenen Tür übergehen.

Für die Baumaterialien und Einrichtung waren bis dahin 125.000,- DM aufgewendet worden.

Nach Jahren ruhender Bautätigkeit, es mussten ja auch die heim Sportheimbau eingegangenen Verbindlichkeiten erst getilgt werden, wurden neben den Plänen für den Bau der neuen Sportplätze bereits im Winter 1982/1983 neue Baupläne ge­schmiedet, uni das Sportheim zu erweitern.

Anstoß waren die unbefriedigende Unterbringung des Bratwurstgrills, mit dein die Lebensmittelüberwachung nicht ganz zufrieden war und die Unterbringung des Grasmähers sowie der Sportplatzpflegegeräte.

Die Vorstandschaft beschloss mit den Planfertigern Ewald Leitsch, Martin Schneider

und Hubert DOM jedoch nicht nur einen Bauplan für Garagen, sondern auch für den

1. Stock des Gebäudes mit einzureichen.

Nach Vorlage in der Generalversammlung wurde dann am 13. Mai 1983 mit dem Anbau begonnen.

Bis Mitte Juli war der Rohbau des Kellergeschoßes fertig gestellt und die hei Bau­beginn vorhandenen Barmittel von rund 20.000,00 DM aufgebraucht. Hier muss besonders ein Mann erwähnt werden, der neben der Führung des Vereins als 2. Vorsitzender (der 1. Vorsitzende befand sich zu dieser Zeit auf Lehrgang(,) täglich am Bau arbeitete, Herr Fridolin Dorn.

Bis zum Jahresende 1983 wurden 449 Arbeitsstunden geleistet.

Nach dem Jahreswechsel 1983/1984 war dann den Verantwortlichen klar, dass man bis zum nächsten Winter entweder ein Dach oder eine sonstige Isolierung auf der Decke anbringen musste. Hier war es wieder unser Fridolin, der ganz einfach die restlichen Bausteine und das Material bestellte und darauf hoffte, dass, wenn er die Mauern hochgezogen habe. auch ein Dachstuhl auf das Gebäude kommen würde. Gleichzeitig wurde der Innenausbau vorangetrieben. Vereinsmitglieder und auch Nichtmitglieder leisteten hervorragende Arbeit.

Bereits am 26. Mai 1984 wurde mit dem Nageln der Dachbinder begonnen. Und was keiner für möglich hielt, sie wurden. im Gegensatz zum ersten Bauabschnitt. an einem einzigen Samstagvormittag fertig gestellt. Nachdem noch schnell im Dorf ein paar kräftige Männer gefunden winden, konnten die Dachbinder auch noch aufge­richtet werden.

Dein Richtspruch des Zimmermanns, Hubert Statt, hörten 17 Helfer dieses Tages aufmerksam zu.

Bis zum Treffen der Spielmannszüge in Juli wurde dann mit Hochdruck am Innenausbau der Erdgeschoßrüume gearbeitet. die auch rechtzeitig zum Festbeginn fertig gestellt und benutzt werden konnten.

Den nächsten Schuh am Bau löste erneut Fridolin Dorn aus, der uni Dezember die Vorstandschaft vor die Tatsache stellte, dass nach der Weihnachtsfeier des Vereins die Stirnwand des bestehenden Sportheimes herausgerissen werde. So wurden dann in der Zeit vom 20. Dezember 1984 bis zum 16. Februar 1985 insgesamt 792 Stunden geleistet. Dabei wurde die bestehende Mauer eingerissen, Heizungen und Elektroleitungen neu verlegt, die Decke isoliert, die Holzdecke angebracht und die Bodenplatten verlegt sowie die Winde verputzt.

Als günstigste Errungenschaft muss hier unsere Holzschiebewand erwähnt werden. Sie wurde bereits noch während der Planungsphase aufgrund einer Zeitungsannonce sehr preisgünstig vom Landratsamt Bad Kissingen erworben und gut zwischengelagert.

Spannend war dann der Augenblick, als man im Januar des Jahres die Schiebewand ins Sportheim brachte, die einzelnen Teile zusammenfügte und sich Gedanken um den Einbau machte. Hier half uns unser Mitglied Elmar Schumm enorm. Aus Lagerbeständen der Herstellerfirma war noch eine Originalführungsschiene zu bekommen, und die geringe Überhöhe wurde durch eine Deckennische ausgeglichen.

Nicht unerwähnt dürfen hier die Damen unseres Vereins sein, die große Mühe aufwenden mussten, um den Baustaub sowohl aus dem Vereinsheim als auch aus dem Neubau zu entfernen.

Viele Stunden wendeten Fanny Kollroß, Hedi Alferi. Wilhelm Hergenröder und die Ehrenmitglieder Karl Raab und Edmund Hildmann auf, die jedes im Neubau angebrachtes Deckenbrett gestrichen haben.

Nach Monaten der Ruhe am Sportheimbau, in dieser Zeit wurde mit dem Bau der Sportplätze begonnen, wurde Ende Oktober und zu Beginn des Novembers der Außenputz angebracht sowie das Treppenhaus neu gestrichen.

Für den Anbau wurden somit erneut insgesamt 2.564 Arbeitsstunden unentgeltlich erbracht und an Finanzmitteln wurden ca. 95.000,- DM verbaut. Erwähnt werden muss dabei auch die Spende der Gemeinde für das Dachstuhlholz sowie die Wiederverwendung der vorhandenen Fenster, Heizkörper und Rollläden